Einführung
Am
26. April 2010 jährt sich zum fünfunddreißigsten Male der Tag,
an dem der Verein "Heimatmuseum Hotzenwald e. V." ins Leben gerufen
wurde. In den letzten Jahren ist mehr und mehr das WWW zu einem allgemein und
gern genutzten Kommunikationsmedium geworden. Gerade auf einer Homepage, die,
wie diese hier, dem Andenken an die Salpeterer im Besonderen und zugleich der
Geschichte und Politik in unserer Heimat im Südschwarzwald, am Hochrhein
und der alten Markgrafschaft im Allgemeinen gewidmet ist, darf der Blick auf das
Heimatmuseum nicht fehlen.
Und noch etwas unterstützt diese Begründung:
im Heimatmuseum ist unter der Anleitung des Münchner Professors Dr. Oberholzer
die einzige funktionsfähige Salpetersiederei Deutschlands errichtet worden.
Sie erinnert an die historischen Ereignisse vor zweihundertachtzig und einhundertfünfzig
Jahren, die damals die Menschen auf unserem Wald und die Regierungsstellen bewegten.
Diesen Nachfahren einstiger Bauernkrieger gehört noch heute die große
Aufmerksamkeit von Wissenschaft und Forschung und von zeitgenössischen politischen
Strömungen. Die Salpeterer finden auch in Dichtungen und Festspielen immer
wieder Beachtung. Das alles lässt sich auf dieser Homepage, in der die Rezeptionsgeschichte
der Salpetererunruhen einen breiten Raum einnimmt, gut nachvollziehen.
In
der Gründungsphase des Museumsprojekts gab es sogar einmal die Überlegung,
diesen Salpetererbewegungen eine besondere Abteilung oder ein Archiv zu widmen.
Davon aber musste Abstand genommen werden, da vermutlich die ganz wenigen Dokumente
und Bilder aus jenen Zeiten für eine repräsentative Schau kaum ausgereicht
hätten. Und eine Ausstellung der reichlich vorhandenen Schriftstücke
in den Archiven in Karlsruhe, Innsbruck, Wien oder St. Paul / Kärnten hätten
nur Historiker, kaum jedoch eine breite Öffentlichkeit zu einem Besuch gereizt.
Die Salpetersiederei aber, die indirekt aber unübersehbar die Verbindung
zu den historischen Begebenheiten um den Salpetererhans und seinen Nachfahren
im Geiste herstellt, ist ein geeigneter Anziehungspunkt für ein Museum.
Im
Jahre 2011 jährte es sich zum 25. Mal, dass das Museum eröffnet wurde.
Diesem denkwürdigen Ereignis wurde am Sonntag, d. 6. November 2011 eine kleine Feierstunde gewidmet.