Einführung
in die Aufsätze zur Zeitgeschichte
Anlass
für mich, die "Aufsätze zur Zeitgeschichte" auf die Salpetererhomepage
einzustellen lieferte mir der Kontakt zu meinen ehemaligen Klassenkameraden. Seit
sieben Jahren treffen wir uns, zunächst in zweijährigem, nunmehr in
einjährigem Abstand jeweils im Wohnort eines von uns. Wir zweiundzwanzig
Buben waren seit Kriegsende bis zum Abitur zusammen. Jedesmal, wenn sich die heute
noch Lebenden begegnen, spielen die Erinnerungen an gemeinsam erlebte Zeiten eine
große Rolle. Aber auch unsere gegenwärtige Situation und die Umbrüche,
die wir erlebten, sind Gegenstände unserer Diskussionen. Dazu gehören
der Austausch unserer Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Kriegsende. Wir waren
damals um die dreizehn Jahre alt und werden diese Monate und Jahre stets in Erinnerung
behalten. Und wenn angeregt wurde, unsere Erfahrungen vor der Vergessenheit zu
bewahren, so verdient das, aufgegriffen zu werden. Darum ist über die Erinnerungen
an mein Kriegsende, sowie die Jahre, die ihm folgten ein Aufsatz eingestellt worden.
Den 17. Juni 1953 habe ich in Ost-Berlin miterlebt. Meine Erinnerungen habe ich hier festgehalten.
Der
wechselseitige Austausch hält an: Da nicht alles, was uns bewegt, während
eines gemeinsamen Wochenendes besprochen werden kann, tauschen wir uns sowohl
brieflich als auch telefonisch aus. Weil ein Teil von uns in der ehemaligen DDR
gelebt hat, in einer ihrer Städte sind wir einst zur Schule gegangen, wurde
auch die "Wende" thematisiert. In einer südwestdeutschen Tageszeitung
ist anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls eine ganze Serie der DDR
aus der Sicht einzelner ihrer Bürgerinnen und Bürger gewidmet. Wie ich
die Auswirkungen der Wiedervereinigung auf
meine Klassenkameraden aus der DDR erlebe, habe ich aufgeschrieben.
Dort
auch, in den neuen Bundesländern feiert die
deutsche Rechte
fröhliche Urständ. Dass wir aber auch bei uns in der "alten"
Bundesrepublik unser Päckchen an rechten Gedankengut zu tragen hatten,
darüber erzähle ich am Beispiel unseres Bildungswesens, wie ich es als
Volksschul- und Hochschullehrer erlebte. Und wenn mir in öffentlichen
Äußerungen, zum Beispiel in Zeitungen, Rundfunksendungen oder im
Fernsehen etwas "aufstößt" und ich Muße finde hierzu etwas zu
schreiben, dann verfasse ich Briefe - die in der Regel von den
jeweiligen Adressaten nicht beantwortet werden. Ich stelle darum diese
Texte - wie auch veröffentlichte Briefe anderer Personen - hier
ebenfalls ein. Wen es interessiert, findet sie unter "Menschen
nach 1945" und "Demokratie".
Ganz
aktuell ist der Krieg in Afghanistan,
über den täglich in unseren Medien berichtet wird. Auch ich habe dazu
eine Meinung, mit der ich nicht hinterm Berge halten will.
Interessant ist gerade in diesem Falle, dass der Verteidigungsminister,
mitverantwortlich für diesen Kriegseinsatz, ein Herr von Guttenberg, als Betrüger entlarvt worden ist.