|
Erstaunlich
viel ist über die Salpeterer geforscht und geschrieben worden. Und noch immer
wird weiter geforscht, gedichtet und berichtet. Für diese Homepage trage
ich alles zusammen, was zu den vorliegenden Schriften und über ihre Verfasser
gesagt werden kann und muss. Diejenigen Persönlichkeiten, die noch unter
uns weilen, sind von mir angeschrieben beziehungsweise angesprochen worden und
haben gern und sehr engagiert Auskunft gegeben. Sicher in recht unterschiedlicher
Quantität. Es lässt sich beim Besuch der jeweiligen Seiten unschwer
feststellen: Je mehr über die Betreffenden veröffentlicht wurde und
mir zugänglich bzw. bekannt war, um so mehr findet sich auf den einzelnen
Seiten. Sie erhalten also sowohl Informationen über die in der Übersicht
vermerkten Schriften als auch über die Autoren. |
Jede
/ jeder, die / der etwas oder jemanden vermisst, ist gern willkommen, mir "auf
die Sprünge zu helfen", mir zu schreiben, mich auf Material aufmerksam
zu machen oder mir eine eigene Stellungnahme zu übermitteln. |
Wann
meine Recherchen abgeschlossen sein werden, kann ich heute noch nicht sagen. Als
ich vor drei Jahren die ersten Beiträge in diese Homepage einstellte, da
ahnte ich noch nicht, dass daraus beinahe ein "Vollzeitjob" werden könnte.
Für einen Ruheständler aber ist es ganz gut, wenn er sich eine Aufgabe
stellt, die nicht um ihn selber kreist - dafür aber in Athem hält.
Ursprünglich ging es mir nur darum, das, was in meinem Buch keinen Platz
gefunden hatte, hier ergänzend zu veröffentlichen. Nun entwickelt sich
diese Homepage zu einer Sammlung von Themen, die die Salpeterer direkt betreffen
oder in geistiger Verwandtschaft zu ihnen gesehen werden können und auf der
alle die versammelt werden, die je über die Salpeterer schrieben oder sich
in anderer bemerkenswerter Weise mit ihnen befassten.
Folgende Vorbemerkungen sind mir außerdem noch wichtig: |
1.
Alle, die über die Salpeterer schrieben und forschten, verwendeten die gleichen
Quellen und Darstellungen, wie sie jeder Interessierte in den Archiven oder Bibliotheken
vorfindet. Doch Auswahl und Interpretation von historischen Quellen und den in
ihnen dargestellten Ereignissen und Prozessen verändern sich. Diese Veränderungen
lassen sich verallgemeinernd mit „Zeitgeist“ umschreiben. Etwas zugespitzt formuliert
kann man sagen, dass gleiche historische Ereignisse von „Meinungsführern“ in anderen
Zeitepochen instrumentalisiert werden. So wurden, in meinem Buch ist das bereits
erwähnt, in der Nazizeit von Heimatdichtern die Salpeterer als Helden für eine
„Blut und Boden“ – Ideologie dargestellt. Und die Ende der sechziger Jahre des
20. Jahrhunderts in der Bundesrepublik aufkommenden sozialen Bewegungen hielten
ebenfalls Ausschau nach Vorläufern in der Geschichte. An
dieser Stelle werden alle die, die sich, wie ich mich selbst, zu den Kritikern
der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Ordnung unserer Gesellschaft zählen
und den Widerstand
als Tugend pflegen, empört Widerspruch einlegen. Denn man kann doch die deutsch-faschistische
Heimattümelei nicht vergleichen mit dem Widerstand gegen
die Gefährdungen von Mensch und Umwelt, die von Atomkraftwerken, militärischen
Einrichtungen oder international operierenden Konzernen in Landwirtschaft und
Industrie ausgehen. Wer wertend beide Erscheinungen darstellt, also vor dem Hintergrund
in der betreffenden Zeit oder Kultur allgemein gültiger oder auch eigener Wertvorstellungen,
wird sie sicher nicht auf eine Stufe stellen. Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten. Eine
Atombombe zum Beispiel bleibt eine Atombombe oder ein Atomkraftwerk ein Atomkraftwerk
und damit für alle Menschen eine Gefahr. Und es kommt nicht darauf an, wer sie
besitzt oder wo sie sich befinden, wie es zum Beispiel die Schüler in der DDR
noch vor zwanzig Jahren lernten. Und wenn ich, zurück zu den Salpetererunruhen,
Widerstand beschreibe, dann bleibt das Phänomen „Widerstand“ ein widerständiges
Verhalten – ganz gleich zunächst, wer gegen wen und warum diesen Widerstand leistet.
Dann stehen zum Beispiel Albert Leo Schlageter
neben Graf Staufenberg, denn beide Männer begingen eine
widerständige Tat und beide wurden deswegen hingerichtet. Erst wenn ich eine
wertende Position einnehme und durch die Brille meiner eigenen Überzeugungen oder
von einer bestimmten weltanschaulichen Position oder politisch-historischen Situation
heraus widerständische Bewegungen oder Personen betrachte und gar wertend gefiltert
darstelle, verlasse ich den Boden wissenschaftlich-neutraler Betrachtungsweise.
Dies tun wir alle und selbstverständlich täglich. Heute
können und wollen und dürfen wir – zum Beispiel als Wissenschaftler an einer
deutschen Hochschule – gar nicht den Boden des Grundgesetzes (zu dem übrigens
das Recht auf Widerstand gehört) und sein Menschenbild verlassen. Diese Wertmaßstäbe
aber gehören als ein Basiselement wissenschaftlicher Redlichkeit, offen gelegt.
Ob ein Forscher
überhaupt „objektiv“ sein kann und seine Arbeiten frei sind von subjektiven Einflüssen,
muss allerdings bezweifelt werden. Wer ein (selbst-) kritisches Wissenschaftsverständnis
vertritt, sollte darum die eigenen Werthorizonte, Forschungsinteressen oder Arbeitsziele
offen legen, damit jedermann in der Lage ist, die jeweiligen Texte vor diesem
Hintergrund zu lesen und zu verstehen. Oft helfen die Kenntnis zeitgeschichtlicher
Zusammenhänge oder kulturtypischer Strömungen, Menschen und ihre Werke einzuordnen.
Dies gilt für die Musik, die bildenden Künste, die Dichtung, Erfindungen und Entdeckungen
ebenso wie für die Geschichtsschreibung. |
2.
Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, habe ich das Salpeterer-Schrifttum seinem
jeweiligen Charakter entsprechend geordnet. Mit Hilfe der folgenden Links können
Sie sich in die betreffenden Abteilungen einwählen. Ich kann Ihnen gegenwärtig
(im Juli 2005) noch keineswegs alle Schriften und ihre Autoren vorstellen. Diese
Arbeit wird nach und nach vollendet und sicher noch einige Jahre in Anspruch nehmen.
Wenn Sie einen Gesamtüberblick über die zu erwartenden Informationen
wünschen, weise ich Sie auf das Literaturverzeichnis hin. Dort sind bereits
alle mir bisher bekannten Arbeiten über die Salpeterer erfasst. Auch
hier gilt die Einladung: Was
Sie, liebe Besucherin, lieber Besucher, dort vermissen, das teilen Sie mir bitte
mit über die Mail-Adresse
j.rumpf@gmx.de |
| | |
|
|
| | | | |
| | |
| In Vorbereitung sind |
| Einführungen in Aufsätze |
| | | | | | |
|
| | |
Impressum
und Copyright Dr. Joachim Rumpf, Diplompädagoge Hühnerbühl
7 79733 Görwihl Tel.: 07754 487 Mail:j.rumpf@gmx.de |
.
|