Schriftstellerisch
trat er schon früh in Erscheinung. Dazu gehörten erste Gedichte in den
vierziger und fünfziger Jahren- die er gern auch seinen Schülerinnen
und Schülern im Waldshuter Gymnasium vortrug - und Erzählungen. Hier seien als Beispiele
die Schriften über "Ritter Steinmar, den Minnesänger von Waldshut"
oder das Buch mit den Erinnerungen von Adolf Glattacker genannt. In seiner Eigenschaft
als Germanist gehörte seine Liebe dem alemannischen Schrifttum. Hier verdienen
seine Darstellungen zu "Mundart und Dichtung" und die von ihm ausgewählten
"Proben unserer Mundart und Volkspoesie" besonderer Erwähnung (beide
in: Der Kreis Waldshut. Stuttgart , 1975 S. 155) Aufgefallen ist mir,
dass in diesem umfangreichen Buch über den Landkreis Waldshut nicht er, sondern
Paul Rothmund, damals Geschichtsdidaktiker an der PH in Lörrach, mit einem
Aufsatz über die Salpetererunruhen vertreten ist. Und dies, obwohl sich doch
Dr. Emil Müller bereits in den sechziger Jahren mit seinem Büchlein
"Johannes Marder. Das Schicksal eines Salpeterers" und in zahlreichen
Zeitungsartikeln als Kenner der Hauensteiner Geschichte ausgewiesen hatte. Aber
auch durch das Büchlein "Dr. Balthasar Hubmaier, der Pfarrer von Waldshut",
das er 1955 bei der Fa. Zimmermann in Waldshut hatte drucken lassen und in dem
er sehr kenntnisreich und detailliert das Engagement der Waldshuter Bürgerinnen
und Bürger in der Reformation sowie das Schicksal des Führers der Wiedertäuferbewegung
darstellte, war er bekannt geworden.
Bereits vor seiner Promotion hatte er, als Student und im Alter
zwischen 23 und 25 Jahren, an der "Geschichte der Stadt Tiengen"
mitgewirkt. Dieses Buch wurde von der Stadt Tiengen im Jahre 1936
veröffentlicht., zu einer Zeit also, als der vierzig Jahre später so
salpeterisch gesonnene Mann noch im Strome der Blut- und
Boden-Ideologie schwamm. Seine Ausführungen über die Rolle der Juden
(u. a. S. 270 dieser Stadtgeschichte) passten in diese Zeit - aber so
gar nicht zu dem gereiften Mann, der in den siebziger und achtziger
Jahren zum Kreis um Professor Gollwitzer auf dem Dachsberg gehörte.
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1979
erschien sein Salpetererbuch. Er gab ihm den Titel: "Die Salpeterer. Geschichte
eines Freiheitskampfes auf dem südlichen Schwarzwald". Damit erfuhren
die Salpetererunruhen einmal eine Beschränkung auf die Begebenheiten im achtzehnten
Jahrhundert und zum anderen eine Bewertung bereits im Titel. Denn ein Freiheitskampf
ist im Verständnis unserer Zeit, in der Begriffe wie "Freiheit und Demokratie"
positive Assoziationen auslösen, stets zu begrüßen. Müller-Ettikons
Darstellungen lassen erkennen, dass er für die Salpeterer und ihre Anliegen
Verständnis hat und selbst Partei ergreift, wenn er mit erkennbarer Ironie,
die Bemühungen ihrer Gegner, und hier besonders die des Benediktinerpaters
Hergott schildert. Müller-Ettikon vermied es jedoch, ganz im Gegensatz zu
Jakob Ebner, in seinen Darstellungen eine Bewertung auszusprechen. Recht ausgewogen
erscheint mir die Quellenauswahl, wenn ich auch angesichts der vielen offenbar
wörtlichen Wiedergaben der Quellentexte die entsprechenden Anmerkungen vermisse.
Mir scheinen die Hinweise auf die Fundstellen recht willkürlich eingestreut.
Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wann Müller-Ettikon mit eigenen
Worten erzählt und wann die Quellen "sprechen". Ein Beispiel:
"In einem Bericht lesen wir, (dass) der Lüber … zuletzt auf des
Kaisers und des Waldvogts Gesundheit getrunken (habe). Ihro Gnaden, der Waldvogt
hat sich dafür bedankt". Anlass für diese höfliche Geste war
die Hinrichtung des Salpetereranführers Lüber. Ein direkter Verweis
auf die Fundstelle fehlt. Ein ähnliches Versäumnis registrierte Konrad
Sutter bereits, als er in einem Brief vom 20. Dezember darauf aufmerksam machte,
dass unter anderem die doch recht schwerwiegende Aussage des Unteralpfener Müllers
"Jetzt müssen Köpfe rollen" nicht belegt worden sei. Auch
Renate Liessen hat in ihrer Rezension in der Stuttgarter Zeitung vom 19. 05. 1980
auf derartige Versäumnisse hingewiesen. Dr. Müller selbst aber sah dergleichen
lässliche Sünden nicht, denn er versicherte in einem Brief (05.08.1978)
an an den Karl-Schillinger-Verlag in Freiburg: "Sie dürfen sicher sein,
dass keiner kommen kann und Fehler nachweisen." Diese
selbstbewusste Haltung spricht dafür, dass die recht informativen Schilderungen,
die sich so detailliert bei keinem anderen Historiker über die Salpeterer
finden lassen, auf schriftlichen Quellen beruhen, auch wenn er den Lesern nicht
verrät, woher er die Informationen hat. Ich suchte und fand zum Beispiel
in seiner Schrift nach Berührungen zwischen der Stadt Laufenburg und den
Salpeterern. Doch Hinweise auf Quellen seiner diesbezüglichen Ausführungen
fehlen und müssen jetzt von mir selbst gesucht und geprüft werden. Ich
gehe allerdings davon aus, dass Dr. Müller nichts von dem, was er schrieb
"erfunden" hat, sondern alles gut hätte belegen können. Genau
diese Annahme bestätigte sich, als ich im März 2006 im Generallandesarchiv
die gleichen Blätter in den meist recht umfangreichen Aktenbündeln durchsah,
die Dr. Emil Müller-Ettikon und vor ihm Dr. Jakob
Ebner und Professor Günther Haselier
durchgearbeitet hatten. Die Leistungen dieser drei Historiker, die die zum größten
Teil schwer les- und deutbaren Handschriften in "Schriftdeutsch" übertrugen,
sind nicht hoch genug einzuschätzen.
Die
Rezensionen
auf sein Salpetererbuch sind ausnahmslos freundlich ausgefallen. Geradezu
enthusiastisch kommentiert Elmar Zimmermann im Albboten vom 31.12.1979 das Buch,
wenn er u. a. schreibt, dass Dr. Müller diesen "umfangreichen Stoff
in imponierender Weise gebändigt (hat) und in einer verständlichen,
über weite Strecken packenden Sprache in triumphaler handwerklichen Präzision
vor dem Leser ausbreitet". Von Elmar Zimmermann erfährt der Leser
auch: "Indem Emil Müller-Ettikon mit eigener unverstellter Stimme
spricht, gehorcht er seiner blutsverwandten Seele"
Dr.
Helmut Bender meint "wegen der Zuständigkeit des Autors und der Gründlichkeit
des Vorgetragenen wird keiner, der sich ernsthaft mit den Salpeterern, ja, mit
dem Hotzenwald und seiner Geschichte beschäftigt, an dem hier vorgelegten
Band vorübergehen können" (Bad. Heimat 2/1980, S. 346 und Südkurier
v. 19.05.1980). Und Karl Kurrus spricht in seiner Rezension in der Badischen Zeitung
vom 1./2. 3. 1980 von einer "in jeder Richtung wahrheitssuchenden Darstellung".
Brigitte Matt-Willmatt
bezeichnet in einer Würdigung des Schriftstellers dessen Stil in diesem Buch
als "holzschnittartig". Eine, wie ich finde, recht gelungene Zuschreibung.
Günther Franz aus Stuttgart spricht in seiner kurzen Rezension (Quelle: Schillinger-Verlag
Freiburg, Akte "Die Salpeterer") in diesem Zusammenhang von einer "weitgehenden
Anlehnung an die Sprache seiner Vorlagen (gemeint sind die Akten im Generallandesarchiv.
J. R.) In früheren Schriften, so mein Eindruck, war seine Schreib- und
Darstellungsweise flüssiger und, nicht selten auch, dramatischer. Ich denke
hier zum Beispiel an den Aufsatz "Wie die Kadelburger den Ettikoner Hof aufteilen
wollten", der in dem ersten Band der Schriftenreihe "Heimat am Hochrhein"
(1963/64) abgedruckt worden war. Diese Geschichte aus dem Beginn des achtzehnten
Jahrhunderts führt dem Leser in kurzweiliger und anschaulicher Weise vor
Augen, wie sich bäuerliches Leben in Abhängigkeit von grundherrlichen
und niedergerichtlichen Zuständigkeiten einerseits und den dörflichen
Eliten andererseits gestaltete. In den erzählenden Text hatte Müller
mehrere Dokumente eingearbeitet, die erkennen ließen, dass seine Geschichte
nicht frei erfunden war, sondern sich auf Quellen stützte. Für den historisch
interessierten Leser aber ist die Enttäuschung groß, wenn er nach dem
Fundort für die wörtlich wiedergegebenen Schriften sucht. Es sind keine
angegeben. Während andere Beiträge in diesem Buch durchaus über
einen entsprechenden "Anmerkungsapparat" verfügten, hatte Emil
Müller darauf verzichtet. Dieser Verzicht schmälert zwar nicht den Unterhaltungswert
und den Informationsgehalt dieses lesenswerten Aufsatzes, wohl aber verletzt er
die Normen historisch-wissenschaftlichen Arbeitens.
Man
mag einwenden, dass eine solche Arbeit auch nicht gefordert war. Das vermag ich
nicht zu beurteilen. Dagegen aber finden sich in Müllers historischen Schriften,
die ja auf sehr sorgsamen und umfangreichen Quellenstudien beruhen, auch später
dergleichen bedauerliche Lücken wie oben bereits angesprochen. Nun
muss man ja nicht "Päpstlicher sein als der Papst". Doch wer in
der Zunft der Historiker ernst genommen werden will, muss auf derartige Sünden
verzichten. Dass es auch anders geht, hatte ja Günther Haselier in seiner
Arbeit über "Die Streitigkeiten der
Hauensteiner…" (Karlsruhe 1940) bewiesen. In dessen Dissertation
finden sich zu den 123 Seiten Text 100 Seiten Anmerkungen und jeder Interessierte
kann heute noch in den angegebenen Fundstelle nachschauen, ob es nicht noch andere
bemerkenswerte Informationen über die betreffenden Ereignisse gibt.
Vielleicht liegen aber im Schreibstil der letzten Arbeiten und im Verzicht auf
Normen für wissenschaftliche Arbeiten die Gründe der Zurückhaltung,
mit der die Zunft der Historiker und Heimatforscher auf seine Veröffentlichungen
zurückgreift. In der Dissertation von Martin
Kistler zum Beispiel, der sich in Bezug auf die zu sichtende Literatur nach
eigener Auskunft von Mitgliedern des Geschichtsvereins Waldshut hatte beraten
lassen, wird keine Schrift von Dr. Emil Müller-Ettikon erwähnt. Allerdings
ist die Annahme nicht unbegründet, dass Dr. Müller-Ettikon selbst keinen
Hehl aus seiner Skepsis gegenüber dem Wissenschaftsbetrieb von Historikern
gemacht hatte. Denn Elmar Zimmermann vermerkt in seiner o. g. Rezension dass "Dr.
Emil Müller-Ettikon von jeher darunter gelitten (hat), mit welcher Arroganz
selbst ernstzunehmende Historiker die Salpetererkriege ignorierten". Und
um wieviel mehr musste es ihn schmerzen, wenn seine Kollegen aus der Heimatgeschichtsforschung
seine Bewertung der Salpetererbewegungen als Freiheitskämpfe nicht teilten... Ich
habe beim Studium der Arbeiten Müller-Ettikons den Eindruck gewonnen, dass
es Motive stilistischer und dramaturgischer Art gewesen sein können, die
ihn dazu verleiteten, auf die doch sehr zahlreichen Anmerkungen, die nötig
gewesen wären, zu verzichten. Auch in seinen frühen historischen Arbeiten
fehlt, wie bereits bemerkt, der wissenschaftliche "Apparat". Die Leserinnen
und Leser seines "Johannes Marder" aber werden Verweise nicht vermissen.
Statt dessen werden sie angerührt, ja gepackt durch die sprachlichen Mittel,
mit denen Emil Müller sie in den Bann zieht, und sie das Schicksal dieses
Mannes miterleben und mitleiden lässt. Auch seine "Geschichte des Dorfes
Kadelburg" ist eine sehr eindrucksvolle, in lebendiger Sprache gefasste Geschichte
des Dorfes, seiner Menschen und der sich ständig wechselnden Verhältnisse.
Emil Müller vermochte es, diese verwirrenden Zuständigkeiten und Abhängigkeiten
im Verlaufe der vielhundertjährigen Geschichte der Kadelburger und ihrer
Nachbarn anschaulich und einprägsam zu beschreiben und bediente sich hierbei
eines durchaus verständlichen und fließend lesbaren Stils. "Es
fesselt seine ganz persönliche Art, sich in die Seele des Volkes hineinzudenken
- und sicher tut er dies nicht unbeeinflusst von der Reihe seiner bäuerlichen
und naturverbundenen Ahnen - uns geschichtliche Vorgänge aus dieser Sicht
zu begreifen und aufzuzeigen…" (Brigitte Matt-Willmatt in "Alb-Bote
v. 24.11.1981). Insofern mögen von ihm also die eigenwilligen Stilelemente
in seiner Salpeterergeschichte als dem Stoff angemessen erschienen und damit bewusst,
einschließlich der sparsamen Verwendung von Verweisen, so gestaltet worden
sein. Diese meine Eindrücke bestätigten sich, als mir der Freiburger
Verleger Karl Schillinger in einem Gespräch über Emil Müller-Ettikon
am 7. September 2005 versicherte, dass tatsächlich Emil Müller und ausdrücklich
diesen eigenwilligen Stil für die Salpeterergeschichte so gewählt und
alle Kürzungen selbst und aus freien Stücken vorgenommen hatte. "Ich
lektorierte den Text selbst. Prüfte ihn aber nur auf Schreibfehler. An Inhalt
und Stil der Autoren, die ich verlege, ändere ich nichts". Und in Bezug
auf Müller-Ettikon meinte er, dass dieser sehr genau gewusst habe was er
wollte und warum er seine Salpeterergeschichte so und nicht anders geschrieben
hatte. Herr Schillinger erinnerte sich gut an die Begegnungen mit Müller-Ettikon
in dessen "Klause" in Ettikon und dessen Kommentare. So habe er durchblicken
lassen, dass in seinen Schriften der nachfühlende und kundige Leser manche
Bezüge zu zeitgenössischen Ärgernissen würde auffinden können.
Dr. Müller- Ettikon bekannte sich also zu der zeitlosen Erfahrungen
aller, die sich nicht dem Jetstream anpassten, von den definitionsmächtigen
Eliten ebenso diskriminiert zu werden, wie weiland die Salpeterer als die Unruhestifter
ihrer Zeit. Eine
weitere Erklärung für meinen Eindruck, dass das Buch "Die Salpeterer",
das er als sein Hauptwerk betrachtete, an einigen Stellen unvollkommen wirkt,
weil über einige Schicksale und Handlungsstränge nicht weiter informiert
wird oder weil die Gesamtdarstellung relativ abrupt endet, mag darin zu finden
sein, dass er ja nur einen Teil seiner Schrift veröffentlichte. Wie einem
Brief vom 5. August 1978 an den Schillinger - Verlag zu entnehmen ist, hat er
sein erstes Manuskript um mehr als die Hälfte zusammengestrichen. - "Ich
habe lange Jahre daran gearbeitet... (und) von ursprünglich 700 Seiten auf
282 Seiten gekürzt..." Und diesem "Streichkonzert" sind möglicher
Weise die von mir vermissten Informationen zum Opfer gefallen. |
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Und
damit nähern wir uns erneut Emil -Müller- Ettikons Rolle als unbequemen
Zeitgenossen und Mahner in unserer Region. Er selbst hatte sich in die Reihe jener
Kulturschaffenden im "Dreyeckland" gestellt, die sich in den siebziger
Jahren des vergangenen Jahrhunderts als "Salpeterer" bezeichnet hatten.
Emil Müller-Ettikon hatte seine Arbeiten über die Salpeterer ausdrücklich
in die geistigen Strömungen jener Jahre gestellt. Und nicht nur diese!
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Verweilen
wir zunächst noch ein wenig beim Grundsätzlichen und Allgemeinen heimatgeschichtlicher
Betrachtungsweisen nach dem Zweiten Weltkrieg: Heimatbünde, Geschichtsvereine
oder andere, der Tradition verbundene Vereinigungen bekannten (und bekennen sich
zum Teil noch) zu Vergangenem in eher konservativ-bewahrendem, um nicht zu sagen
beschönigendem Verständnis. Sie pflegen mehr oder weniger gesicherte
Überlieferungen in Brauchtum oder Tracht und musikalischen Ausdrucksformen.
In vielen Regionen sind derartige Aktivitäten eng mit religiösen Bräuchen
und den jeweiligen Kirchen eng verwoben, wie uns die "Fahnenweihen"
und ähnliche Zeremonien unter Beteiligung von Priestern zeigen. Nicht selten,
so geht es jedenfalls mir, wenn ich Festreden höre oder Jubiläumsschriften
von Heimatvereinen lese, erinnern mich Sprache und Stil an meine Kindheit im Hitlerreich.
Tatsächlich, und das lässt sich in den entsprechenden Jahrgängen
der "Badischen Heimat" und des "Ekkhart-Jahrbuches" gut belegen,
befanden sich Heimat- und auf (Groß-) Deutschland bezogene Texte in enger
geistiger Verwandtschaft zur NS-Ideologie. Für unsere bekanntesten Heimatforscher
und Dichter, Hermann Eris Busse und Hermann Burte aber auch für Adolf Glattacker
war diese Geistesverwandtschaft, wie Dr. Emil Müller-Ettikon uns in seinem
Buch über den Maler nacherleben lässt, gleichsam "natürlich"
(Meister Glattacker erzählt" hrsg. von Dr. Emil Müller Ettikon.
Binzen o. J.).
Nach
dem Zweiten Weltkriege wirkte diese geistige Verwandtschaft mehr oder weniger
verdeckt nach, da in unseren Heimatzeitschriften eine kritische Auseinandersetzung
mit der eigenen Rolle im Dritten Reich ebenso ausblieb, wie eine selbstkritische
Stellungnahme jener Schriftsteller, Historiker und Funktionäre aus Heimatvereinen,
die sich in den Dienst von Hitlerpartei und ihren Gliederungen gestellt und nicht
einmal herauszuhalten versucht hatten (über die geistige Atmosphäre
in der Nachkriegszeit in unserer Region vgl. den Aufsatz von Thomas Schnabel:
"Das Kriegsende in Freiburg". In: Badische Heimat Nr. 3/2005, S. 349
- 360).
Emil
Müller sei dagegen, nach der Einschätzung seiner Kinder, die allerdings
keine persönlichen Erinnerungen an die Rolle ihres Vaters in der NS-Zeit
hatten, auf Distanz geblieben und habe sich nicht von der "Blut- und Boden-Ideologie"
mitreißen lassen.
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Bei
Emil Müller liegt nahe, in seiner Reserviertheit Heilslehren gegenüber,
aus welcher weltanschaulichen Richtung sie auch kommen mögen, die beschämenden Erfahrungen aus der NS-Zeit
zu vermuten, die seinem gleichsam
"angeborenen" Drang nach Unabhängigkeit und Eigenständigkeit entgegenstanden. Wenn sich eine derartige individuelle Autonomie auch nicht immer
mit dem Streben nach sozialer und wirtschaftlicher Unabhängigkeit verbinden
lässt, wie es zum Beispiel bei seinen Freunden, dem Maler Alban Spitz oder
Adolf Glattacker oder dem Schriftsteller Hans Matt-Willmatt zu beobachten war,
so lässt die Unabhängigkeit sich doch im Geiste und im schöpferischen
Tun pflegen. So auch bei Emil Müller. Einerseits war er durch sein Amt und
dem damit verbundenen Eid gebunden und musste jenen Normen und Regeln Beachtung
schenken, die zum Dienst im öffentlichen Schulwesen gehörten. Andererseits
aber fühlte er sich geistig frei und füllte das, was im Schulrecht mit
"pädagogischer Freiheit des Lehrers" umschrieben wird, in der Schule
recht eigenwillig aus. Vor allem aber beschritt er mit seinen Forschungsgegenständen
und den Akzenten, die er in seinen Veröffentlichungen setzte, eigene Wege.
Sobald
aber ein Heimathistoriker zum Beispiel den Boden des unkritisch Bewahrenden und
Aufarbeitenden verlässt und - wie er es tat - unter Berufung auf widerständige
oder revolutionäre Persönlichkeiten und Bewegungen in der Vergangenheit
nachweist, dass damals geforderte Veränderungen noch heute gültig sind,
dann möchte eigentlich niemand etwas davon hören oder lesen.
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Zum
Verständnis der Persönlichkeit und den Motiven von Dr. Emil Müller-Ettikon
gehört ein genauerer Blick auf sein außerberufliches Engagement in
den siebziger Jahren. Er war es, der für den damaligen Bundespräsidenten
Heinemann die Vorarbeit für einen von diesem gehaltenen Vortrag über
die Geschichte dieser Region leistete. Darüber schrieb er an den "Karl-Schillinger-Verlag"
in Freiburg am 21. Februar 1978: "...vor langen Jahren hat mich Bundespräsident
Heinemann gebeten dafür zu sorgen, dass die Freiheitskämpfe der Hauensteiner
im 18. Jahrhundert wieder mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung zurückgerufen
werden." Diese Vorarbeiten veröffentlichte Müller-Ettikon
als Sonderdruck (Waldshut o. J.) unter dem Titel "Mangelhaftes Geschichtsbewusstsein,
als Beispiel: Die Salpetereraufstände". Von "vergessener Geschichte"
war darin die Rede.
Nun
waren die Salpetererunruhen bei den Historikern keineswegs vergessen, wie Dr.
Müller-Ettikon klagte. Haselier und Ebner zum Beispiel hatten ja Bücher
darüber geschrieben, die Müller-Ettikon selbst gut kannte und die nach
dem Zweiten Weltkrieg hätten ihre Wirkung entfalten können:
ihre Wirkung zum Beispiel
in Richtung auf mehr Mut zu einer demokratischen Mitgestaltung des eigenen Schicksals
"von unten". Zum Beispiel im Verständnis von direkter Mitgestaltung
der sie betreffenden Angelegenheiten durch Bürgerinnen und Bürger.
Die
Bürgerinnen und Bürger in der Bundesrepublik aber waren durch zwölf
Jahre Diktatur, durch die Jahre der Dominanz der Besatzungsmacht und von den neuen
tonangebenden Eliten an Bevormundung gewöhnt. Erst die studentische
Bewegung der so genannten und erst jüngst (im Herbst 2005) wieder von einem
christlich-konservativen Innenminister aus Brandenburg geschmähten "68er"
setzte einen allmählichen Wandel im Verhältnis zwischen Bürger
und Staatsmacht in Gang. Vor allem in den Bürgerbewegungen der siebziger
Jahre, als es unter anderem gegen die "Startbahn West" des Frankfurter
Flughafens oder gegen den massiven Ausbau von Atomkraftwerken ging, zeigte es
sich, dass Teile der "schweigenden Mehrheit" nicht mehr bereit waren,
Entscheidungen aus Politik und Wirtschaft hinzunehmen, wenn sie sich in ihren
elementaren Lebensinteressen bedroht sahen. "Mehr Mut zur Demokratie"
oder "Mehr Demokratie wagen" waren Schlagworte aus jener Zeit, die auf
die Mitverantwortung von Bürgerinnen und Bürgern zielten und ein immer
wacher werdendes kritisches Potenzial bei diesen frei setzte. Außerdem begannen
junge Historiker mit der Erforschung von Verhalten und Einstellungen ihrer Vätergeneration
zur Zeit des Hitlerfaschismus und deren Verantwortung für Krieg und Kriegsfolgen,
eine Arbeit, die noch heute nicht abgeschlossen ist (vgl. hierzu die ebenso
informative wie detaillierte "Reise durch das 20. Jahrhundert" von Geert
Mak: "In Europa". München 2005; bes. die Seiten 589 ff).
Exponenten auf politischer und christlicher Seite für den Auftakt dieser
Entwicklungen waren neben dem Bundespräsidenten Gustav Heinemann, sein Freund
der Theologieprofessor Helmut Gollwitzer, der Zukunftsforscher Robert Jungk oder
der Journalist Franz Alt … Professor Gollwitzer liebte den südlichen
Schwarzwald und machte gern auf dem Dachsberg, wo er ein Haus besaß, Ferien.
In diesem Umfeld trafen sich bis weit in die achtziger Jahre hinein Gleichgesinnte.
Einige siedelten sich auch auf dem Dachsberg an. Professor Gollwitzer war es dann
auch, der, durch Zeitungsartikel auf ihn aufmerksam geworden, Dr. Emil Müller-Ettikon
aufsuchte, um mit ihm über die geistige und politische Situation jener Jahre
zu reden. Aus der ersten Begegnung entwickelte sich ein lebhafter Kontakt zwischen
den Ehepaaren Müller und Gollwitzer.
Das ist auch kein Wunder, möchte ich im Rückblick sagen. Emil Müller-Ettikon
und seine Frau führten ein gastliches, allen Freunden offenes Haus. Dort
kamen die bildenden Künstler, die Musiker und Maler unserer Region zusammen.
Über manche von ihnen, wie z. B. Alban Spitz, Adolf Glattacker, Karl Kurrus,
Richard Gäng, Paul Eipper oder Hans Jakob Wörner verfasste Emil Müller
aus entsprechenden Anlässen Beiträge in Tageszeitungen und Heimatzeitschriften.
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Gemeinsam mit Fritz
Schächtelin, seinem Schwiegersohn Herrn Nohl, mit Karl Friedrich Wernet, Konrad Sutter und
anderen bereitete er bereits 1963 die Gründung des heute noch arbeitenden
Hochrhein-Geschichtsvereins vor. Eine gewisse Kuriosität liegt in diesem
Zusammenspiel von Schächtelin und Müller. Offenbar verband die beiden
Historiker nur das Interesse, einen Verein für Freunde der Heimatgeschichte
zu gründen - sonst müssen sie nicht viele Gemeinsamkeiten gehabt haben.
Während Schächtelin der Auffassung war, mit der Verbannung habe Maria
Theresia den Salpeterern noch viel zu viel Ehre angetan, befand sich Müller
mit seinem Salpetererverständnis auf einer gegenteiligen Position. Mehr noch:
er bezeichnete sich selbst als einen "Salpeterer", identifizierte sich
folglich mit jenen, die sehr kritisch auf alles schauten, was Obrigkeiten betraf.
Thomas Lehner schreibt in seinem Büchlein über "Die Salpeterer"
(Freiburg 3/2000, S. 122):
Fritz
Schächtelin "und sein honoriger Geschichtskreis bekämpfen den erklärten
"Salpeterer" (Müller J. R.). Dabei sehen sie den Dr. Emil Müller-Ettikon,
der seine Vorträge über die Salpeterer in den weniger honorigen Kreisen
der Volkshochschule Wyhler Wald hielt und den Sänger Roland Kroell als linke
Genossen an, die nur aufwiegeln wollen und Mao-Bibeln verteilen."
Für
seine Geschichte Kadelburgs aber wurde er dort, wie eingangs erwähnt, zum Ehrenbürger
ernannt.
Auch
der Geschichtsverein erwählte den "linken Genossen" als Ehrenmitglied.
Allzu links also ist er wohl nicht gewesen (ebenso wenig wie alle anderen Bürgerinnen
und Bürger von Wyhl), sondern nur eigensinnig und vielleicht auch unbequem;
und, folgen wir seinen eigenen Bekenntnissen aus dem Jahre 1961 und der Beurteilung
seiner Kinder, dann war Dr. Emil Müller-Ettikon ein "Freigeist"
mit eher traditioneller als revolutionärer Orientierung. Sowohl Fritz
Schächtelin als auch Thomas Lehner müssen mit ihren Einschätzungen
"daneben gelegen" haben. Wie sonst ließe es sich erklären,
dass Dr. Emil Müller-Ettikon von seinen Schülern erwartet hatte, dass
sie die erste Strophe vom Deutschlandlied auswendig hersagen können mussten,
wie mir Hubert Matt-Willmatt, der bei ihm zur Schule ging, berichtete. (Erinnerung
von Hubert Matt- Willmatt in einem Interview mit mir am 27. 04. 2006) Einen
weiteren Beleg für eine Mischung aus national-konservativer einerseits und
zukunftsorientiert-ökologischer Einstellungen andererseits lieferte mir die
Geschichtslehrerin einer Realschule in unserem Landkreis, Frau Christina, die
Dr. Müller-Ettikon Ende der sechziger Jahre als Schülerin erlebt hatte.
Sie erinnerte sich sehr genau an diesen Lehrer und an die vielen Geschichten vom
Krieg in Italien, die er ebenso gern - und mit gewissem Stolz - während des
Unterrichts erzählte. Diese ehemalige Schülerin wusste auch noch
ganz genau, wie er seine Frau, ein Idealbild aus "nordischem Blut", während
des Krieges kennengelernt und nach dem Krieg geheiratet hatte. Diese und andere
Lebenserinnerungen teilte er immer wieder seinen Schülerinnen und Schülern
mit. In den gleichen Jahren aber beklagte er sich bitter über die Industriealisierung
der Landwirtschaft und die "Vergiftung" unserer Nahrungsmittel mit Hilfe
der Chemie. "Er warnte uns davor, Äpfel ungeschält zu essen",
wusste Frau Christina zu erzählen und meinte, dass er weder ein verkappter
Nazi noch ein Revoluzzer gewesen sei.
Sowohl
die Inhalte, die sie spontan assoziierte als auch ihre lebhafte Reaktion auf meine
Frage, ob sie sich an Dr. Müller Ettikon erinnere ("selbstverständlich,
...diesen Lehrer kann ich nicht vergessen, ...er war einfach ungewöhnlich,
weil ich spürte, dass er ein Herz für seine Schüler hatte")
bewiesen erneut, dass er nachhaltig auf seine Schülerinnen und Schüler
gewirkt hat.
|
Es
gehörte zu allen Zeiten Mut dazu, "gegen den Strom zu schwimmen"
und jede/r, der das tut, muss bereit sein, die Konsequenzen zu tragen. Die Gesellschaft
in der Bundesrepublik ist in den vergangenen dreißig Jahren offener geworden,
die Regierenden reagieren nicht mehr so empfindlich wie früher auf kritische
Äußerungen. Forschungen und deren Veröffentlichungen über
düstere Perioden deutscher Geschichte und ihrer Repräsentanten sind
heute in einem Umfang möglich und selbstverständlich, wie es noch vor
vierzig Jahren undenkbar schien. Insofern ist das Klima im Großen und Ganzen
liberaler geworden. Dr. Emil Müller-Ettikon würde sicher überrascht
sein, wenn er die beiden Freilichtspiele über den Salpeterer-Hans und die
Reaktionen der Zuschauer darauf erlebt hätte. Und dass die Salpeterer und
ihre Anliegen mehr und mehr verstanden, ihre Motive und Bestrebungen nachempfunden
werden, das ist nicht zuletzt auf seine Arbeiten zurückzuführen. Sein
Engagement trägt in dem Ausmaß Früchte, in dem sich nachfolgende
Heimatforscher und Geschichtsfreunde seiner erinnern.
Werfen
wir zum Abschied noch einen Blick auf Emil Müller-Ettikon, wie es Adolf Glattacker
1964 tat, als er seinen Gastgeber in dessen "Klause" malte:
Dr.
Joachim Rumpf 16.11.2005 28.03.2006
|
| Hier
eine Auswahl seiner Monographien und Aufsätze:
und Meyer Albert, Brabdeck, Hans:
Geschichte der Stadt Tiengen. Mit einem Anhang: Kurzgefasste Muenzgeschichte. Abhandlung der alten Muenzstadt Tiengen.
Hrsg.: Stadt Tiengen. Tiengen 1936
Diss.:
Robespierre, Revolutionär und Redner, Schriftenreihe "Zeitung und Leben"
(1937), Bd. 42.
Grasgärtleinseligkeit.
Ein Kranz Ostergedichte, 1944. Durch
Passion zum Auferstehungstag. Asiago, 1945. Habil.:
Milton - Philosoph und Politiker Kleine
Reise nach Venedig, 1954 (1945 in Purgatorio geschrieben). Dr.
Balthasar Hubmaier, der Pfarrer von Waldshut, 1955. Aus
der Geschichte des Dorfes Kadelburg, 1956. Ritter
Steinmar, Minnesänger und Bürger von Waldshut. Eine Studie, 1960 (Heimat
am Hochrhein, I). Der
Bauernkrieg im Kreise Waldshut, 1961. Entschuldigung
und Klage der Stadt Waldshut. Ein Jahrzehnt Waldshuter Geschichte, 1520-1530,
1962. Über
das Dorf Kadelburg und seine Vergangenheit, 1964. Zurzachs
Beziehungen zu Kadelburg. In: Jahresschrift der Historischen Vereinigung des Bezirks
Zurzach, 1964. Heinrich
Hansjakob in Waldshut, 1964 (Heimat am Hochrhein, II). Die
Hexe von Bühl. In: Der Klettgau, Alb-Bote 19.-23.07.1966. Die
Waldshuter Chilbi. In: Badischer Kalender 1969, S. 92-103. Johannes
Marder. Das Schicksal eines Salpeterers, o.J. (evtl. 1972). Meister
Adolf Glattacker erzählt, aufgeschrieben von E. Müller-Ettikon, 1974
(2. Auflage 1995). Mangelndes
Geschichtsbewusstsein. Als Beispiel: Die Geschichte der Salpeterer-Aufstände
in Anstoß und Ermutigung. In: Festschrift zu Gustav W. Heinemanns 75. Geburtstag,
1974. Mundart
und Dichtung. Mundart gestern und heute - Minnesang und Mundartdichtung. In: Der
Kreis Waldshut, 1975, S. 155-169. Proben
unserer Mundart und Volkspoesie. In: Der Kreis Waldshut, 1975, S. 160-171. Auswanderung
aus Kadelburg. In: Badische Heimat 3 (1977), S. 437-443. Die
gefangenen Salpeterer in Waldshut. Schriftenreihe "Heimat am Hochrhein",
1977. Vom Widerstand
der Salpeterer gegen ihre Obrigkeit, In: Landleben, Ein Lesebuch von Land und
Leuten, 1977. Die
Belagerung der Stadt Waldshut durch die Salpeterer im Jahre 1745. In: Badische
Heimat, 3 (1977). Der
Dichter Richard Gäng: zum 80. Geburtstag am 21. April 1979. In: Badische
Heimat 1 (1979), S. 65-70. Zwei
ungleiche Freunde, zum 100. Geburtstag von Adolf Glattacker und Hermann Burte.
In: Badische Heimat, 1979, S. 195-205. Die
Salpeterer. Geschichte eines Freiheitskampfes auf dem südlichen Schwarzwald,
1979. Mundart
und Dichtung. Mundart gestern und heute - Minnesang und Mundartdichtung. In: Der
Kreis Waldshut, 2., neu bearbeitete und ergänzte Auflage 1979, S. 160-164. Proben
unserer Mundart und Volkspoesie. In: 2., neu bearbeitete und ergänzte Auflage
1979, S.165-176. Der
Schwarzmichel. Aus dem Leben eines Salpeterers, 1980 Der
Streit um ein Weihnachtslied. In: Badische Heimat 1980, S. 179-181. Kurzer
Überblick über die Geschichte Küssabergs, 1981 Anmerkung:
Seine Werke sind auch in der "London school of economics" und der "library
of congress" zu finden!
Diese
Literaturliste ist von der Familie Dr. Emil Müller Ettikons zusammengestellt
worden. Sie hat meinen Beitrag durchgesehen und keine Einwände zur Veröffentlichung
gehabt. Die Enkelin Kerstin Kueter aus Mainz, die mir im Auftrage aller Familienangehörigen
meinen Entwurf mit einigen stilistischen Korrekturen und biographischen Ergänzungen
zurückreichte, meinte: "es ist wirklich bewundernswert, wie Sie, ohne
ihn gekannt zu haben, sein Bild so genau trafen" (Mail vom 15.11.2005)
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letzte Bearbeitung: 23.04.2006
Dr. Joachim Rumpf |