Einführung
Am
26. April 2005 jährte sich zum dreißigsten Male der Tag, an dem der
Verein "Heimatmuseum Hotzenwald e. V." ins Leben gerufen wurde. In den
letzten Jahren ist mehr und mehr das WWW zu einem allgemein und gern genutzten
Kommunikationsmedium geworden. Gerade auf einer Homepage, die, wie diese hier,
dem Andenken an die Salpeterer im Besonderen und zugleich der Geschichte und Politik
in unserer Heimat im Südschwarzwald, am Hochrhein und der alten Markgrafschaft
im Allgemeinen gewidmet ist, darf der Blick auf das Heimatmuseum nicht fehlen.
Und noch etwas unterstützt diese Begründung: im Heimatmuseum ist
unter der Anleitung des Münchner Professors Dr. Oberholzer die einzige funktionsfähige
Salpetersiederei Deutschlands errichtet worden. Sie erinnert an die historischen
Ereignisse vor zweihundertachtzig und einhundertfünfzig Jahren, die damals
die Menschen auf unserem Wald und die Regierungsstellen bewegten. Diesen Nachfahren
einstiger Bauernkrieger gehört noch heute die große Aufmerksamkeit
von Wissenschaft und Forschung und von zeitgenössischen politischen Strömungen.
Die Salpeterer finden auch in Dichtungen und Festspielen immer wieder Beachtung.
Das alles lässt sich auf dieser Homepage, in der die Rezeptionsgeschichte
der Salpetererunruhen einen breiten Raum einnimmt, gut nachvollziehen.
In
der Gründungsphase des Museumsprojekts gab es sogar einmal die Überlegung,
diesen Salpetererbewegungen eine besondere Abteilung oder ein Archiv zu widmen.
Davon aber musste Abstand genommen werden, da vermutlich die ganz wenigen Dokumente
und Bilder aus jenen Zeiten für eine repräsentative Schau kaum ausgereicht
hätten. Und eine Ausstellung der reichlich vorhandenen Schriftstücke
in den Archiven in Karlsruhe, Innsbruck, Wien oder St. Paul / Kärnten hätten
nur Historiker, kaum jedoch eine breite Öffentlichkeit zu einem Besuch gereizt.
Die Salpetersiederei aber, die indirekt aber unübersehbar die Verbindung
zu den historischen Begebenheiten um den Salpetererhans und seinen Nachfahren
im Geiste herstellt, ist ein geeigneter Anziehungspunkt für ein Museum.